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Beschichten mit Zinkstaubfarben

Korrosionsschutz mit Zinkstaubfarben

Korrosionsschutz von Stahl kann je nach Anwendungsfall und auch der Größe eines zu schützenden Bauteils durch feuerverzinken, thermisches Spritzen, galvanisches Verzinken oder mechanisches Plattieren erfolgen. Für Bauteile, die aufgrund der Größe oder aus technischen Gründen nicht verzinkt werden können, kommen Zinkstaubfarben zum Einsatz, die häufig als Grundbeschichtung für die nachfolgenden organischen Beschichtungsaufbauten verwendet werden.

Zinkstaub wird aus metallischem Zink hergestellt – entweder über Kondensation oder Atomisation. Bei der Kondensation wird flüssiges Zink zunächst verdampft, bevor es in einem auf mindestens 196 Grad Celsius gekühlten Kondensator zu sphärischen Partikeln erstarrt. Zur Herstellung des Zinkstaubs, der unter anderem in Zinkstaubfarben und zum mechanischen Verzinken verwendet wird, wird zunächst während der so genannten Atomisation flüssiges Zink durch eine Düse geleitet, der Metallstrahl wird mit Luft auseinandergewirbelt, wobei das Metallpulver zu Boden fällt.

Zinkstaubfarben enthalten Zinkstaub mit einer Konzentration von bis zu 95 Prozent im Trockenfilm. Die Farbe wirkt als Trennschicht zwischen Stahl und korrosiver Umgebung. Zusätzlich entfaltet das Zink seine elektrochemische Schutzwirkung: Bei Korrosion oder Beschädigung opfert sich das Zink und verhindert so die Korrosionsausbreitung. Anwendungsgebiete sind der Brücken- und Schiffsbau, die Offshore- und die Automobilindustrie – hier insbesondere als Grundierung, zum Beschichten von Schweißnähten, Bohrstellen und Bremsen, als leitende Zwischenschicht beim Punktschweißen und überall dort, wo besonders gefährdete Flächen an Bauteilen wie Gewinde, Kanten, Schrauben und Muttern vor Korrosion geschützt werden müssen.

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Initiative ZINK